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Vegetarismus
Ist Fleisch essen nötig oder nicht?

Der Fleischkonsum steigt unaufhörlich. Wenn er 1850 bei jährlich 20 Kg pro Person lag, so hat er 1900 schon 40 Kg pro Person erreicht, 60 kg 1950 und 110 kg 1996. Die Vegetarier sehet im Fleisch die Ursache für zahlreiche Missstände und sind der Ansicht es sollte definitiv aus unserem Speisezettel verbannt werden. Welches sind die dafür angeführten Gründe? Sind diese ausreichend um das Problem des Fleischessens zu erfassen?

Der Vegetarismus

Der Vegetarismus ist eine Ernährungsweise die sich auf pflanzliche Nahrungsmittel beschränkt: Gemüse, Früchte, Getreide und Hülsenfrüchte. Er schliesst alles Fleisch total aus, das heisst auch Wurstwaren, Fisch, Meerfrüchte, usw. Tierische Produkte jedoch, die kein Fleisch darstellen wie: Eier und die Milchprodukte (Milch, Käse, Yoghurt,..) werden zugelassen.

Es gibt noch einschränkendere Ernährungsweisen: Die reine Pflanzen- und Früchtekost. Hier sind weder tierisches Fleisch noch deren Unterprodukte erlaubt. Der Unterschied zwischen den beiden Ernährungsarten ist der, dass die Pflanzenkost vorwiegend aus Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte besteht, die Früchtekost dagegen vor allem frische Früchte, Trockenobst, diverse Nüsse und Getreide bevorzugt.

Die von den Vegetariern angeführten Argumente für des Weglassen von Fleisch sind sehr zahlreich. Sie stammen aus so verschiedenen Gebieten wie der Anatomie, der Medizin, der Diätetik, der Esthetik und der Wirtschaft. Das Hauptargument ist allerdings, dass Fleisch der Gesundheit nicht bekömmlich sei. Unser Körper sättige sich mit den im Fleisch enthaltenen Giftstoffen, unsere Gewebe würden dadurch angegriffen und die Organe in ihrer Tätigkeit gehemmt. Im Übrigen sei unser Körper für das richtige Verdauen von Fleisch nicht vorgesehen, ebenso sei er nicht fähig dessen Toxine auszuscheiden. Das unabwendbare Ergebnis davon wäre ein mit der Zeit erkranken.

Da die Gesundheit ein unschätzbares Gut ist, so können diese eben angeführten Gründe schon als ausreichend gelten um auf den Fleischkonsum zu verzichten. Sie betreffen jedoch nur den physischen Körper des Menschen. Der Mensch ist jedoch mehr als sein Körper. Er ist ein in den Erdenkörper inkarnierter immaterieller Geist. Dies ändert völlig die Problematik. Indem man nur den Körper in Erwägung zieht ergibt sich ein Teil-Erfassen der Realität. Um eine ganzheitliche Sicht des Menschen zu haben und eine ausrechende Antwort auf die Frage „soll man Fleisch essen, oder nicht“, ist es notwendig auch den Geist mit einzubeziehen, sowie die Wechselwirkungen die zwischen ihm und dem Körper bestehen.

Der Geist und der Körper sind von sehr verschiedener Art. Der Erstere ist mit „Materialien“ aus dem geistigen Reich, oder dem Paradies, geformt, während der letztere aus Materie der irdischen Ebene besteht. Deshalb können sie nicht miteinander in Kontakt kommen – und während der Zeit der Inkarnation miteinander verbunden bleiben – ohne ein verbindendes Element. Dies Element ist das Blut, oder genauer ausgedrückt, die Blutausstrahlung, wie es in der Gralsbotschaft steht.

Wie jeder Gegenstand sendet das Blut Strahlungen aus. Diese sind ätherisierter als das Blut, sie sind von einer Beschaffenheit die sich denjenigen der dichtesten Ausstrahlungen des mit seinen Hüllen umgebenen Geistes nähern. Indem sie sich verbinden bilden sie zusammen die Verbindung zwischen dem Geist und dem Körper. Diese Verbindung ist ebenfalls eine Brücke für die Informationen die sich Geist und Körper gegenseitig übermitteln.

Die Eigenschaften der Strahlungsbrücke sind von der Blutzusammensetzung abhängig. Je nachdem ob das Blut viel oder wenig von gewissen Substanzen enthält, hat es eine andere Blutzusammensetzung und strahlt dementsprechend aus. So strahlt zum Beispiel das Blut einer anämischen Person, also von jemandem der zuwenig Eisen hat, anders als das von jemandem der über einen normalen Eisengehalt verfügt. Nun hängt die Blutzusammensetzung zu einem grossen Teil von den Substanzen ab die ihm durch die Ernährung zugeführt werden. Wie jedes Nahrungsmittel spielt das Fleisch dabei eine Rolle. Welche ist es?

Die Wirkung des Fleisches auf die Blutausstrahlung

Im Allgemeinen wird das Fleisch als ein Symbol von Kraft und kraftspendend angesehen. In der Medizin ist es bekannt dafür um den Körper zum Blutbilden zu veranlassen, in der Naturmedizin dafür, um dem Geist zu helfen sich zu inkarnieren. Diese drei Ansichten sind ergänzend. Ein umfangreicher Fleischkonsum regt den Körper dazu an mehr Blut zu bilden. So erhöht sich das Blutvolumen ein wenig bei grossen Fleischessern. Durch die grössere Anziehungskraft die das erhöhte Blutvolumen bildet wird der Geist enger mit dem Körper verbunden. Auch ein qualitativer Aspekt wirkt sich aus. Die „tierischen Energien“ des Fleisches geben dem Blut auch entsprechende Eigenschaften welche die Verbindung des Geistes mit dem „tierischen Teil“ des Menschen begünstigen: mit seinem physischen Körper.

Umgekehrt, hat jemand der kein oder nur sehr wenig Fleisch isst ein vermindertes Blutvolumen. Die Eigenschaften seines Blutes sind ebenfalls weniger „tierisch“. Daraus erfolgt, dass sein Geist weniger eng mit dem Körper verbunden ist.

Die eben angeführten Ausführungen können leicht im alltäglichen Leben beobachtet werden und werden nachstehend zu besserem Verständnis in leicht karikaturierter Form dargestellt werden.

Der grosse Fleischesser hat „viel“ Blut. Dies gibt ihm ein gerötetes Gesicht. Da er stark in seinem Körper verankert ist, ist er an allem physischen und materiellen interessiert. Essen und trinken sind für ihn von grosser Wichtigkeit. Er zieht manuelle und kraftfordernde Arbeiten den intellektuellen vor, das Konkrete den Spekulationen. Er hat viel inneres Feuer, Elan, Unternehmungsgeist. Dies kann ihm eine etwas harte, derbe, sogar angriffige und gewalttätige Seite geben. Diese extremen Wirkungen des Fleisches waren früher gut bekannt. Die Soldaten wurden vor dem Kampfe mit Fleisch überernährt, was sie, Kampfe angriffig machte. Dasselbe Vorgehen wurde bei den Jagdhunden und Falken angewendet um ihnen so den Jagdinstinkt zu stärken.

Andererseits haben kein Fleisch essende Personen wenig Farbe. Ihr blasser Teint zeugt von einem „Mangel“ an Blut. Da er über keine genügend starke Strahlungsbrücke verfügt, ist ihr Geist weniger eng mit dem Körper verbunden. Die Verbindung ist mehr oder weniger locker und, wie der Volksmund sagt, diese Menschen sind oft „nicht richtig da“ oder sie „schweben“ ein wenig, sind in einer „anderen Welt“. Sie ziehen das Nachdenken und Träumen dem Handeln vor. Die mangelhafte Verbindung mit der Materie macht sie wenig an Irdischem interessiert: Sie essen beispielsweise nicht gerne. Für sie ist es mehr eine Pflicht als ein Vergnügen. Es sind eher ruhige, sanfte, friedliche, gar passive Menschen, da sie nicht viel Kraft und Schwung zum Handeln haben.

Die Frage des Abgewöhnens

Die Frage des Fleisches stellt sich verschieden für jemanden der von Geburt an Vegetarier ist, in einem Land lebt wo man aus Tradition kein Fleisch isst, als für jemanden der Vegetarier wird. Im ersten Falle ist der Körper seit Generationen gewohnt ohne tierisches Fleisch zu funktionieren und die richtige Blutausstrahlung mit den genossenen Nahrungsmitteln herzustellen. Der Geist ist demnach gut inkarniert, obwohl man darauf hinweisen muss dass die vegetarischen Völker vermehrt träumerisch und meditativ sind als die Fleisch essenden Völker.

Im zweiten Falle haben die Menschen die sich dazu entschliessen das Fleisch essen aufzugeben und Vegetarier zu werden meist während Jahrzehnten Fleisch gegessen und einen Organismus geerbt der seit Generationen damit funktioniert hat. Das Weglassen von Fleisch lässt sich demnach nicht so leicht vollziehen. Gewöhnlich sind die Folge davon Beschwerden bedingt durch fehlende Anpassung.

Der Vorgang ist ähnlich demjenigen eines Raucher der sich entschliesst das Rauchen aufzugeben. Das Nikotin, welches der Körper gewohnt war zu benutzen um das Funktionieren der Organe anzuregen, fällt weg. Diese verlangsamen ihre Tätigkeit und vermögen nicht mehr die von ihnen zu leistende Arbeit zu vollziehen. Dies führt zu Beschwerden: Kopfschmerzen, Energiemangel, Nervosität, Verstopfung, usw. Gewöhnlich ergibt sich ein allgemeines Unbehagen.

Da das Fleisch keine Droge sondern ein Nahrungsmittel ist, zieht sein Weglassen keine akuten Beschwerden nach sich. Das fleischlose Essen kann sich übrigens über mehrere Wochen oder Monate hinziehen ohne dass sich Beschwerden zeigen. Im Gegenteil, Personen die einen solchen Wechsel vollziehen fühlen sich meist besser und haben mehr Energie. Auf die Dauer ergeben sich jedoch Probleme.

Zu Beginn vermag der Körper eine angepasste Blutausstrahlung beibehalten da das bis dahin gegessene Fleisch seine Wirkung noch einige Zeit anhält. Mit der Zeit jedoch nimmt dieser Einfluss ab. Der Körper verfügt über kein Ersatzmittel für das was er im Fleisch gefunden hatte. Die Blutausstrahlung wird sich verändern und wird dem Geiste keine so gute Verbindung wie bisher bieten. Dieser dringt nicht mehr genügend in den Körper ein, was dazu führt, dass er sich nicht mehr mit derselben Kraft und Intensität betätigen kann. Ein gewisser Abstand und Dämpfung stellen sich ein. Dieser Zustand kommt jedoch nur sehr schrittweise. Deshalb wird er oft nicht bemerkt bevor er richtig da ist. Er wird auch dann meist nicht mit dem Weglassen des Fleisches in Verbindung gebracht, da sich dies vor so langer Zeit vollzogen hat.

Jemand in einer solchen Situation zieht aus seinem Leben nicht den Nutzen den er ziehen könnte. Das Ziel des Erdenlebens besteht darin, dem Geist die Gelegenheit zu geben Erfahrungen im Irdischen zu machen um so die Fähigkeiten die vom Schöpfer in ihm niedergelegt worden sind zu entwickeln. Diese Erfahrungen vollziehen sich durch intensives Erleben dessen, was das Leben ihm bietet und indem er versucht es nach seinen Wünschen zu steuern. Nun, um wirkungsvoll zu empfinden und sich betätigen zu können muss der Geist richtig mit dem Körper verbunden sein, was gerade bei denen nicht der Fall ist, die sich in der Phase der mangelnden Anpassung bedingt durch das Weglassen des Fleischkonsums befinden. Die „mangelnde Gegenwart“ ihres Geistes hindert sie daran voll zu empfinden was sie leben. Die Erlebnisse gleiten über sie hinweg, ohne sie wirklich zu treffen. Ausserdem ist, bedingt durch die Verminderung des inneren Schwunges, der Wunsch nach Aussen zu wirken und sich zu betätigen nur schwach. Ein Aussen, welches sie ausserdem eher die Tendenz haben zu fliehen, bedingt durch ihre übergrosse Sensibilität. So gehen sie an Vielem vorbei, und werden später nachholen müssen was ihnen fehlt.

Ist Fleisch essen nötig oder nicht?

Vom geistigen Standpunkt aus gesehen ist das Weglassen von Fleisch bei jemandem der Fleischessen gewohnt ist, nicht zu empfehlen. Es nimmt dem Organismus die Möglichkeit einer guten Verbindung mit dem Geist über die Blutausstrahlung. Fleisch soll demnach weiterhin zu unseren Nahrungsmitteln zählen, jedoch in welcher Menge? Darauf gibt es keine für alle gültige Antwort. Dies hängt von der betreffenden Person ab. Wenn sie zu stark inkarniert ist oder zu sehr dem Irdischen zugewandt sollte die genossene Fleischmenge vermindert werden, damit sie sich leichter Geistigem öffnen kann. Wenn im Gegenteil jemand zu sehr „schwebt“ muss der Fleischkonsum erhöht werden um ihn so in die Wirklichkeit zurückzubringen. Diese Massnahmen sind übrigens nicht fest, sie können sich mit der Zeit verändern.

Die Änderungen vollziehen sich indem man entweder auf die pro Mahlzeit zu sich genommene Menge einwirkt (vermehren oder vermindern, je nach Fall), oder auf die Häufigkeit der Einnahme (täglich Fleisch, oder im Gegenteil nur alle paar Tage). Auch das gewählte Fleisch spielt eine Rolle. Rotes Fleisch ist reicher an Toxinen und wirkt vermehrt inkarnierend als weisses Fleisch (Kalbfleisch, Geflügel, Lamm) und Fisch.

Die Bedürfnisse an Fleisch sind verschieden von einem Menschen zum anderen und von einer Epoche der Entwicklung der Menschheit zu einer anderen. Zu Beginn der Menschheitsgeschichte war das Bedürfnis hoch. Die sich damals inkarnierenden Geister brauchten eine starke Blutausstrahlung um sich fest mit der Materie zu verbinden in welche sie zum ersten Male eingedrungen sind und die eine für sie fremde Umgebung bedeutete. In unserer materialistisch ausgerichteten Zeit hingegen sind die Bedürfnisse anders. Eine Verminderung des Fleischkonsums und der Übergang zu einer vermehrt vegetarischen Ernährung wäre wünschenswert. Dieser Übergang muss jedoch nur sehr schrittweise vor sich gehen. Er kann sich nicht während eines einzigen Erdenlebens vollziehen, sondern muss sich über mehrere Generationen hin erstrecken.

Christopher Vasey

Dieser Artikel basiert sich auf den Kenntnissen der Gralsbotschaft