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Die Säurebildenden, die sauren und die
basischen(alkalischen) Nahrungsmittel


Säure bildende Nahrungsmittel

Säure bildende Nahrungsmittel enthalten keine Säure. Sie produzieren jedoch im Verlauf des Verdauungsprozesses und bei ihrer Aufnahme und Weiterverwendung durch die Zellen saure Substanzen. Die Säureproduktion ist ein natürlicher, notwendiger Vorgang, der sowohl bei säureempfindlichen wie bei säurenunempfindlichen Menschen stattfindet.

Bei den meisten Säure bildenden Speisen handelt es sich um Grundnahrungsmittel. Wir können deshalb nicht einfach auf sie verzichten, mit der Begründung, dass sie unser Milieu übersäuern. Die Lösung besteht darin, ihren Konsum einzuschränken. Man bedenke: Je mehr Sie von diesen Nahrungsmitteln essen, desto grösser ist Ihre Säureproduktion. Bedrohlich kann die Situation dann werden, wenn der Konsum ein Ausmass erreichet, das den Stoffwechsel völlig überfordert. Wo die Grenze liegt, ist individuell verschieden und hängt vom Stoffwechsel ab.

Liste der säure bildenden Nahrungsmittel

  • Fleisch, Geflügel, Wurstwaren, Fleischextrakt
  • Fische, Meeresfrüchte
  • Eier
  • Käse: Je würziger, desto mehr Säure produziert der Organismus
  • Tierisches Fett (gesättigte Fettsäuren)
  • Erdnussöl sowie gehärtete oder raffinierte pflanzliche Öle
  • Getreide, auch Vollkorngetreide: Dinkel, Weizen, Gerste, Hafer, usw. vor allem Hirse
  • Getreideprodukte: Brot, Nudeln, Flocken und andere Nahrungsmittel auf Getreidebasis; vor allem raffinierte Produkte
  • Hülsenfrüchte: Sojabohnen, weisse Bohnen, Saubohnen, usw.
  • Weisser Zucker
  • Süssigkeiten: Sirup, Plätzchen, Eis, Konfekt, Schokolade, Bonbons, Konfitüre, kandierte Früchte, Geleefrüchte, usw.
  • Ölfrüchte: Walnüsse, Erdnüsse, Haselnüsse, usw. ausgenommen Mandeln
  • Kaffee, Schwarztee, Kakao, Wein, Spirituosen
  • Industriell hergestellte gesüsste Getränke: Limonaden, Getränke auf Colabasis

Saure Nahrungsmittel

Saure Speisen wirken Säure oder Basen bildend, je nachdem, wie der Stoffwechsel funktioniert. Sie enthalten zahlreiche Stoffe in Form von Säuren. Die meisten von ihnen sind an ihrem Geschmack leicht zu erkennen, wie z.B. die Zitrone, der Rhabarber oder der Essig.

Säureempfindliche Menschen müssen mit sauren Nahrungsmitteln besonders vorsichtig umgehen, da sie bei ihnen stets zur Säurebildung führen. Mit Ausnahme von Früchten sind die sauren Nahrungsmittel – im Unterschied zu den Säure bildenden – für den Körper kein Muss. Deshalb ist es wesentlich leichter und einfacher, auf saure Nahrungsmittel weitgehend oder sogar vollständig zu verzichten.

Liste der sauren Nahrungsmittel

  • Mehrere Stunden alte Molke: Joghurt, Dickmilch, Sauermilch, Kefir, schlecht abgetropfter Frischkäse
  • Unreife Früchte (je unreifer, desto saurer), viele süsse Früchte
  • Beeren: Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, usw.
  • Zitrusfrüchte: Zitronen, Mandarinen, Grapefruits, Orangen, usw.
  • Kernobst: bestimmte Apfelsorten, z.B. Glockenäpfel
  • Steinobst: Kirschen (Weichselkirschen), Zwetschgen, Aprikosen, Pfirsiche, usw.
  • Saures Gemüse: Tomaten, Rhabarber, Sauerampfer, Kresse
  • Sauerkraut
  • Fruchtsaft (vor allem Zitronensaft, auch in der Salatsauce!)
  • Honig
  • Essig

Basische (oder alkalische) und basenbildende Nahrungsmittel

Basische oder Basen bildende Speisen enthalten sehr wenig oder gar keine Säuren. Sie produzieren auch bei der Umwandlung im Organismus keine Säuren, sodass sie immer Basen bilden, egal ob man viel oder wenig davon zu sich nimmt.

Solche Lebensmittel haben bei intaktem wie auch gestörtem Stoffwechsel die gleiche Wirkung. Übersäuerte Menschen müssen sich vor allem an diese Lebensmittelgruppe halten. Natürlich soll ihre Kost auch die für den Körper notwendigen, aber mit grosser Sorgfalt dosierten Mengen Säure bildender Nahrungsmittel enthalten.

Liste der basischen (alkalischen) oder Basen bildenden Nahrungsmittel

  • Kartoffeln
  • Grünes Gemüse, roh und gekocht: Blattsalate, grüne Bohnen, Grünkohl, Brokkoli, usw.
  • Buntes Gemüse, roh und gekocht: Möhren, Paprika, Rote Beete, usw. (ausgenommen Tomaten)
  • Mais: frische, ganze Körner und Polenta
  • Milch, Milchpulver, gut abgetropfter Quark, Sahne,
  • Molke und Molkenpulver, hergestellt aus frischer Molke
  • Bananen, Maronen
  • Mandeln und Getränke auf Mandelbasis, Paranüsse
  • Ungeschwefelte Trockenfrüchte in kleinen Mengen (ausgenommen Aprikosen)
  • Alkalische Mineralwasser (möglichst ohne Kohlensäure)


 Christopher Vasey